Tino Sehgal, Damián Ortega, Ceal Floyer u. Jeanne Faust
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Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst 2007!


Gewinner gekürt: Der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2007 geht an Ceal Floyer.

Die Jury – bestehend aus Christian Boros, Lynne Cooke, Charles Esche, Gabriele Knapstein und Angela Schneider – hat nach einer intensiven Diskussion ihre Entscheidung für Ceal Floyer getroffen.

Diese Entscheidung war nicht leicht: alle Künstler gehen von einfachen, wenig beachteten Strukturen des Alltags aus, von einer Treppe, einem Klang, einem Objekt, einem Begriff, einer Bewegung. Die Arbeiten der vier Nominierten – Jeanne Faust, Ceal Floyer, Damián Ortega und Tino Sehgal – ist gemeinsam, dass sie vordergründige Effekte vermeiden und eingefahrene Wahrnehmungsmuster aufbrechen.

Ceal Floyers Arbeiten zeichnen sich besonders durch ihre minimalistische Pointiertheit aus, die zumeist in hochkomplexe Sachverhalte umschlägt.

Ceal Floyer hat die diesjährige Auszeichnung des Preis der Nationalgalerie für junge Kunst feierlich entgegengenommen. In diesem Jahr wurde dem Preisträger neben dem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro zum ersten Mal ein symbolischer Preis überreicht. Der Preis 2007 ist selbst ein Kunstwerk: das signierte Multiple Intuition von Joseph Beuys aus dem Jahre 1968. Der New Yorker Designer Tobi Wong hat dieses Multiple in Museumsglas gefasst.

Entscheidung der Jury 2007:
"Von einem zunächst einfachen und zugleich präzisen Ausgangspunkt, in diesem Fall einer Treppe, gelangt Ceal Floyer mit ihrer Arbeit „Scale“ zu einem Ergebnis von hoher formaler Komplexität. Sie erreicht eine geistreiche Aufladung, die sich nicht auf den ersten Blick einstellt. Sowohl im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne, sowohl physisch wie akustisch bezieht sich das Werk in verschiedenster Weise auf den Raum.
Nach Einschätzung der Jury erreicht Ceal Floyer mit „Scale“ außerdem eine neue Stufe ihrer künstlerischen Praxis."


In diesem Jahr wird der Publikumspreis von VANITY FAIR präsentiert. Für die Sonderauszeichnung wählt nicht die fünfköpfige Fachjury, sondern das interessierte Publikum den besten Künstler unter den Nominierten.

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